Aktuell
Impulsreferat von KM Reinhard Steger, SKV-Präsident

Aufbruch. Eine neue Zeit!

Als Südtiroler Köcheverband, als Präsidium, als Landesvorstand mit der Geschäftsleitung und unter Einbindung vieler Mitglieder, Freunde und Partner des Südtiroler Köcheverbandes haben wir diese Zeit 2020 und 2021 genutzt, um den SKV in eine neue Zeit zu führen.
KM Reinhard Steger, SKV-Präsident
Wir haben den SKV als Berufsverband auf eine neue rechtliche Ebene gestellt. Zudem haben wir den gesamten SKV neu strukturiert. Die Arbeitsabläufe wurden digitalisiert, das Landesbüro von Meran nach Bozen verlegt, die gesamten SKV-Medien modern ausgerichtet, sowohl im Digitalen als auch im Print. Alle Sitzungen auf Landesebene werden vorwiegend online abgehalten und damit können wir viele Kosten für Räumlichkeiten, Getränke, Fahrtkosten und das Risiko durch viele Nachtfahren auf ein Minimum reduzieren.
Durch viel Gespür haben wir 2019 frühzeitig die aufziehenden Gefahren erkannt und konnten unmittelbar durch eine sehr, sehr vorsichtige Finanzgebarung den Verband auf eine solide und finanzierbare Ebene stellen. Wir haben jede Möglichkeit durchleuchtet, um äußerst sparsam mit den Finanzmitteln umzugehen. Die Digitalisierung hat uns zudem die Chance eröffnet, die gesamten Finanzabläufe des Verbandes digital auszurichten und damit transparent sowie nachvollziehbarer zu machen.
Respekt gegenüber der Gesellschaft.
Wir haben aus Solidarität, aus Respekt gegenüber der Gesellschaft, nicht um Corona-Hilfsgelder beim Land angesucht. Wir wollen damit ein Zeichen der Solidarität gegenüber jenen Menschen setzen, die Hilfen wirklich nötig haben.
Eine neue Zeit, Ehrenamt und Begeisterung.
Der SKV basiert auf der Ehrenamtlichkeit. Und auch 2021 wurden Projekte wie die Weiterentwicklung der Meisterausbildung, Young Chef Unplugged Ulten, Young Chef Europa in Österreich, Messe Hotel, viele Arbeitsgruppen und Projekte, die Auszeichnungen der besten Lehrlinge, Ausbilder und Ausbildungsbetrieb des Jahres, die gesamte Pressearbeit nach innen und nach außen sowie karitative Projekte u.v.m. in Freiwilligenarbeit abgewickelt. Faszinierend, was hier geleistet wird. Ein herzliches Vergelt’s Gott.
Eine neue Zeit, die auch viel Gutes offenlegt.
Unsere Partner, die die Südtiroler Köchinnen und Köche bereits seit Jahrzehnten unterstützen, – Niederbacher Gastrotec, Wörndle Interservice, Hygan, Senoner Hotelbedarf, das Land Südtirol, Aromica, Rieper Mehl, Julius Meinl, Messe Bozen und Spezialbierbrauerei Forst – sind zum SKV vertrauensvoll gestanden und haben einen maßgeblichen Beitrag zur Sicherung des Berufsverbandes beigetragen. Danke für dieses hohe Vertrauen.
Eine neue Zeit. Investitionsboom, hohe Nachfrage, Arbeitsmarkt und Bruchlinien.
Der Investitionsboom, die vorzügliche Werbung der IDM, die Entwicklung am Arbeitsmarkt, der massive Rückgang der Jugendzahlen in Südtirol bringen viele Vorteile, aber auch Nachteile, ja große Schwierigkeiten mit sich. Im Sommer wurden wir wahrlich beschenkt, von vielen Gästen, die in Südtirol ihre wertvollste Zeit, den Urlaub, verbracht haben. Am Arbeitsmarkt im Tourismus hat das zu Situationen geführt, in denen viele Gastronomen, Hoteliers, Köchinnen, Köche, Lehrlinge und Praktikanten wegen des Mangels an Mitarbeitern Situationen vorfanden, die extreme Anforderungen von den Betriebsinhabern, aber ebenso von den Köchinnen, Köchen und Mitarbeitern abverlangten. Dies führte zu Überlastungen, Aggressivität, mangelndem Verständnis, negativer Kommunikation nach innen und nach außen, harten Bruchlinien bis hin zu totalen Erschöpfungszuständen. Südtirol muss sich mit dieser Entwicklung auseinandersetzen. Auch mit dem Gedanken, ob nicht doch weniger in vielen Fällen mehr ist. Hier gilt es, ein neues Denken zuzulassen. Denn die die jungen Menschen spielen uns da nicht mehr mit.
Eine neue Zeit. Fakenews.
Auch wir haben eine traurige Entwicklung in unserer Berufsgruppe. Es kommt immer öfters vor, dass Köchinnen und Köche Fakenews in den digitalen Raum setzen, mit denen der SKV in ein negatives Licht gerückt wird. Neid, Ungunst, Missgunst, unterschwellige Behauptungen u.v.m sind teilweise zum Tagesgeschäft geworden. Und das von Personen, die primär die eigenen Interessen verfolgen, ohne sich jemals für Gesamtinteressen engagiert zu haben.
Eine neue Zeit mit Corona.
Wir möchten den politisch Verantwortlichen, der Landesregierung, der Politik, dem Zivilschutz, dem Weißen Kreuz, der Sanität unseren großen Dank aussprechen. Danke für diese herausragenden Leistungen zum Wohle Südtirols. Nicht auszudenken, wenn hier die führenden Köpfe unseres Landes die Nerven verloren hätten. Hierfür gebührt ihnen unser großer Dank und unsere große Anerkennung. Wir rufen alle auf, ihren persönlichen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten. Die Impfung ist der einzige Schutz für die Gesellschaft insgesamt. Wir bitten, dass sich alle impfen lassen. Und damit einen Beitrag für unser Land und die Gesellschaft leisten
Aufbruch. Eine neue Zeit für die Südtiroler Küche und den SKV.
Es ist uns in den vergangenen Jahrzehnten eine rasante und sehr positive Entwicklung gelungen. Sei es für die traditionelle wie auch die progressive, moderne Südtiroler Küche. Diese wurde zur Marke, ein starker internationaler Brand. Der Mangel an jungen Südtiroler Menschen, die rasante Reduzierung der Schüler- und Lehrlingszahlen fordert von uns allen ein kritisch-konstruktives Voraus- und Hineindenken in die Zukunft. Wir müssen gemeinsam nachdenken, uns frühzeitig damit auseinandersetzten und Entscheidungen treffen. Denn eines ist sicher: ohne Jugend keine Zukunft. Sei es in der Küche, im Service, an der Rezeption oder in der Nachfolge in den Gastbetrieben selbst. Denn schöne und nachhaltige Gastlichkeit kann nur von Menschen mit Herz, Passion und Leidenschaft im so geliebten Südtirol bespielt werden. Das ist der Garant für Innovation, Erlebnis und die kulinarische Erneuerung. Eine neue Zeit. Nach vielen Jahren der Kontinuität ist es an der Zeit, den SKV 2022 in jüngere Hände zu legen. Und damit einen neuen Aufbruch einzuleiten und die Zukunft zu gestalten. Der SKV braucht Zukunft, braucht Sicherheit, braucht neue Frontgesichter, braucht ein neues Denken und Handeln. Sei es in Hinblick auf die 2023 anstehenden Neuwahlen als auch auf die dementsprechende Sicherheit in der Führungsspitze. In diesem Sinne wird hier 2022 eine neue Zeit im SKV anbrechen.

Aktuell
AROMICA

Partnerschaft wird fortgesetzt

Bereits seit Jahren besteht zwischen dem SKV und dem Unternehmen AROMICA eine sehr erfolgreiche Partnerschaft. Und auch in Zukunft präsentiert sich AROMICA gemeinsam mit dem SKV bei vielen Projekten.
Robert Freund, SKV-Präsident Reinhard Steger und AROMICA-Geschäftsführer Rudolf Rehrl v.l.n.r.
Unmittelbar vor Jahresende konnte der Partnervertrag von SKV-Präsident Reinhard Steger, AROMICA-Geschäftsführer Rudolf Rehrl und Robert Freund (Verkaufsleiter Italien) unterzeichnet werden. Sowohl Rehrl als auch Freund sind gelernte Köche und deshalb dem Kochberuf und der Südtiroler Küche besonders verbunden. Somit wird diese sehr erfolgreiche Kooperation zwischen dem Haus AROMICA und dem SKV auch in den nächsten Jahren fortgeführt. Wie bereits in den zurückliegenden Jahrzehnten wird AROMICA viele SKV-Projekte wie die Messe Hotel, die Messe Tipworld, die Generalversammlung, die SKV-Medien und viele mehr mittragen und unterstützen.
SKV-Präsident Reinhard Steger zeigte sich sehr erfreut darüber, dass auch diese langjährige Partnerschaft verlängert und ausgebaut werden konnte. „Mit AROMICA können wir weiterhin ein starkes Unternehmen mit einem ganz besonderen Südtirol-Bezug zu unseren Partnern zählen. Gemeinsam können wir bei den verschiedenen Veranstaltungen unsere Stärken unter Beweis stellen“, erklärte Reinhard Steger. Auch Geschäftsführer Rudolf Rehrl zeigte sich sehr erfreut: „In den vergangenen Jahren, ja Jahrzehnten haben wir mit dem SKV hervorragend zusammengearbeitet. Wir schätzen den SKV sehr für das Engagement zur Weiterentwicklung der Küche insgesamt und als wichtigen Treiber in Mitteleuropa. Und deshalb haben wir beschlossen, dass wir auch in den kommenden Jahren den SKV und damit die Südtiroler Küche, Köche und Köchinnen fördern und unterstützen.“
Die Redaktion rs