Aktuell
17. November im Gustelier

Gustoso bringt Produktion und Gastronomie zusammen

Fast 50 Südtiroler Produzentinnen und Produzenten, über 150 spannende Produkte, neue Kontakte und jede Menge Gelegenheit zum Probieren: Am 17. November geht die Fachmesse Gustoso im Gustelier in die dritte Runde.
Ehrengäste 2025 v.l.n.r. CEO Erwin Hinteregger (IDM), Sternekoch Andreas Döllerer, Vizepräsidentin Judith Rainer (HGV), Landesrat Luis Walcher, Präsident KM Patrick Jageregger (SKV) und Obmann Daniel Gasser (SBB) – FOTO: HGV
Das Angebot reicht auch in dieser Ausgabe der Fachmesse von regionalem Fleisch von Rind, Schwein, Huhn und Wachtel über Backwaren, Gemüse und Pilze bis hin zu Säften, Weinen, Bieren und Spirituosen.
Special Guest: Gastwirt „Floh“
Wie regionale Partnerschaften erfolgreich gelebt werden können, zeigt diesmal Josef Floh. Der österreichische Gastronom gilt als Vordenker der regionalen Küche und setzt diese in seiner Gastwirtschaft in Langenlebarn bei Tulln konsequent um. Ab 10.30 Uhr gibt Floh Einblick in seine Erfahrungen und zeigt, welche Chancen in der Zusammenarbeit von Gastronomie, Landwirtschaft und Handwerk liegen.
Der Nachwuchs kocht auf


Fürs „Koschterlen“ ist ebenfalls gesorgt: Schülerinnen und Schüler der Landesberufsschule für das Gast- und

Nahrungsmittelgewerbe „Emma Hellenstainer“ in Brixen verwandeln ausgewählte Produkte der Ausstellenden in kreative Gerichte. Begleitet werden sie von Christian Gianmoena in der Küche und Valentin Hofer im Service.
Vorbeikommen, probieren und Kontakte knüpfen
Die Teilnahme an Gustoso – einer Kooperation zwischen IDM Südtirol, Südtiroler Bauernbund, Südtiroler Köcherverband und dem HGV – ist für Menschen im Gastgewerbe (Gastwirtinnen, Köche oder Hoteliers) kostenlos, eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erforderlich. Eine Gelegenheit, neue Lieferanten und Produkte kennenzulernen, Ideen für die eigene Küche mitzunehmen und sich mit Produzentinnen und Produzenten und Kolleg:innen auszutauschen.
Bettina Schmid
Leiterin Gustelier & Gastro - HGV

Aktuell
Gustoso

Respekt schmeckt man

Josef Floh zählt zu den Vordenkern einer konsequent regionalen Gastronomie.
Josef Floh – FOTO: Christian Benesch
In seiner Gastwirtschaft „Der Floh“ im niederösterreichischen Langenlebarn zeigt Küchenchef und Gastwirt Josef Floh seit vielen Jahren, dass Nachhaltigkeit weit mehr sein kann als ein Schlagwort. Bei der Fachmesse „Gustoso“ in Bozen ist der vielfach ausgezeichnete Koch und Wirt persönlich zu Gast – und bringt eine Haltung mit, die zum Nachdenken anregt.
Josef, bei dir steht „Respekt“ über allem. Was bedeutet das konkret?
Respekt beginnt für mich bei den Menschen – bei Gästen, Mitarbeitenden, Partnern und Produzenten – und reicht bis zu den Lebensmitteln und zur Natur. Die Frage ist immer: Wie gehen wir mit dem um, was uns zur Verfügung steht? Diese Haltung zieht sich durch unseren gesamten Betrieb. Denn am Ende bin ich überzeugt: Respekt kann man schmecken.
Bekannt geworden bist du vor allem mit „Radius 66“. Was steckt dahinter?
Wir beschäftigen uns seit Jahrzehnten damit, wo Lebensmittel herkommen, wer sie produziert und wie sie erzeugt werden. 2008 haben wir dieser Idee einen Namen gegeben: „Radius 66“. Wir versuchen, möglichst viele Lebensmittel aus einem Umkreis von 66 Kilometern rund um unsere Gastwirtschaft zu beziehen. Aber eigentlich geht es weniger um die Kilometer als um Beziehungen zu Menschen und Produkten, deren Geschichte wir kennen.
Schränkt ein so kleiner Radius einen Koch nicht enorm ein?
Im Gegenteil. Regionalität und Saisonalität fordern Kreativität. Gute Paradeiser gibt es eben nicht zwölf Monate im Jahr. Also muss man sich überlegen, was gerade verfügbar ist, wie man Produkte konserviert und was sich daraus machen lässt. Genau diese vermeintliche Einschränkung kann unglaublich inspirierend sein.
Und was kann ein Südtiroler Gastronom von „Radius 66“ mitnehmen?
Es geht nicht darum, einen Kreis mit exakt 66 Kilometern zu ziehen. Entscheidend ist, sich mit dem eigenen Umfeld auseinanderzusetzen: Wer produziert hier gute Lebensmittel? Wie entstehen sie? Und wie können daraus langfristige Beziehungen werden? Regionalität beginnt mit Interesse – und mit Respekt.
Josef Floh persönlich kennenlernen
Bei Gustoso in Bozen spricht der österreichische Gastronom über seine Erfahrungen, seine Philosophie und darüber, warum konsequente Regionalität für ihn kein Verzicht, sondern eine Chance für die Gastronomie ist.
Bettina Schmid
Leiterin Gustelier & Gastro - HGV