Young Chefs
SJK

Die Zukunft hat eine Stimme

Mit den Südtiroler Jungköche - SJK entsteht eine neue Jugendgruppe innerhalb des SKV. Junge Köchinnen und Köche wollen sich vernetzen, voneinander lernen und ihren Berufsstand aktiv mitgestalten.
Über die Zukunft des Kochberufs wird viel gesprochen. Über Fachkräftemangel, Nachwuchs, neue Erwartungen und darüber, wie es gelingen kann, junge Menschen langfristig für unseren Beruf zu begeistern. Doch Zukunft entsteht nicht, indem wir nur über junge Menschen sprechen. Wir müssen ihnen zuhören, ihnen Verantwortung übertragen und ihnen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Ideen einzubringen.
Genau aus diesem Gedanken heraus wurden die Südtiroler Jungköche - SJK gegründet. Als neue Jugendgruppe des Südtiroler Köcheverbandes sind sie fester Bestandteil des SKV und sollen künftig eine Plattform für junge Köchinnen und Köche aus ganz Südtirol sein.
An der Spitze der neuen Jugendgruppe steht Aaron Hofer als Präsident. Gemeinsam mit Daniela Wurzer als Präsidentin, Jannik Überegger und Natalie Oberrauch sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern Maximilian Gander, Gabriel Wanker, Thomas Marri, Simon Oberhofer und Tobias Hochrainer bildet er das Team, das die ersten Schritte der SJK gestalten und die Gruppe gemeinsam weiterentwickeln wird.
Gemeinschaft, die über den Arbeitsplatz hinausgeht
Die Idee hinter den SJK ist dabei bewusst breit angelegt. Junge Köchinnen und Köche sollen die Möglichkeit erhalten, sich auch außerhalb des eigenen Betriebes kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Gerade in einem Beruf, der viel Einsatz verlangt, kann eine solche Gemeinschaft wertvoll sein.
Die SJK wollen deshalb nicht nur fachliche Plattform sein, sondern auch ein Netzwerk für eine neue Generation von Köchinnen und Köchen schaffen.
Bereits jetzt sind verschiedene Fortbildungen und gemeinsame Aktivitäten geplant. Dabei soll Wissen nicht ausschließlich im klassischen Seminarraum vermittelt werden. Betriebsbesichtigungen, praktische Weiterbildungen und der Austausch mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen sollen ebenso dazugehören wie gemeinsame Ausflüge und Veranstaltungen.
Auch in der Kommunikation möchten die Jungköchinnen und Jungköche neue Wege gehen. Unter anderem sind eigene Kochvideos geplant, mit denen Wissen, Ideen und die Begeisterung für den Kochberuf auf zeitgemäße Weise vermittelt werden sollen.
Welche weiteren Projekte daraus entstehen, soll sich gemeinsam mit der Gruppe entwickeln. Denn die SJK sollen keine Jugendgruppe sein, deren Programm ausschließlich vorgegeben wird. Junge Köchinnen und Köche sollen selbst Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und entscheiden können, welche Themen ihre Generation bewegen.
Eine Stimme für die junge Generation
Damit bekommen junge Menschen innerhalb des Südtiroler Köcheverbandes - SKV auch eine stärkere Möglichkeit, ihre Perspektive einzubringen. Was beschäftigt junge Köchinnen und Köche heute? Was erwarten sie von ihrem Beruf? Welche Weiterbildung wünschen sie sich? Wie stellen sie sich ihren Arbeitsplatz und die Gastronomie der Zukunft vor?
Die Antworten darauf sollten nicht ausschließlich von anderen Generationen gegeben werden.
Ein erster öffentlicher Auftritt steht bereits bevor. Bei der Fachmesse Hotel 2026 in Bozen besteht am Messestand des Südtiroler Köcheverbandes - SKV die Möglichkeit, Mitglieder der neuen Jugendgruppe kennenzulernen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und mehr über die geplanten Aktivitäten der SJK zu erfahren.
Auch bei „Den Jungen das Wort“ am 22. Oktober auf der Fachmesse Hotel wird die Jugendgruppe vertreten sein. Tobias Hochrainer nimmt für die SJK an der Gesprächsrunde auf der Hauptbühne der Messe Bozen teil und bringt dort die Sicht der jungen Generation des Kochberufs ein.
Premiere bei der 55. Mitgliederversammlung
Ein weiterer wichtiger Moment folgt wenige Wochen später. Bei der 55. Mitgliederversammlung des Südtiroler Köcheverbandes - SKV am 7. November 2026 werden sich die SJK erstmals den Mitgliedern des Verbandes präsentieren.
Dabei bleibt es nicht bei einer Vorstellung auf der Bühne. Die Jungköchinnen und Jungköche werden auch einen Gang des Menüs zubereiten und damit ihre Leidenschaft und ihr Können ganz praktisch zeigen. Für die SJK wird dies einer der ersten großen gemeinsamen Auftritte – und gleichzeitig ein starkes Zeichen: Die nächste Generation soll innerhalb des SKV nicht am Rand stehen, sondern ein sichtbarer Teil des Verbandes sein.
Heute für morgen
Die Gründung der SJK ist deshalb mehr als die Gründung einer neuen Gruppe. Sie ist eine Investition in die Zukunft unseres Berufsstandes.
Wenn wir möchten, dass es auch in zwanzig oder dreißig Jahren gut ausgebildete, engagierte und begeisterte Köchinnen und Köche gibt, müssen wir heute die Voraussetzungen dafür schaffen. Dazu gehören eine gute Ausbildung und attraktive Arbeitsplätze – aber ebenso Gemeinschaft, Weiterbildung, Vorbilder und die Möglichkeit, selbst etwas zu bewegen.
Die SJK stehen erst am Anfang ihres Weges. Jetzt liegt es auch an den jungen Köchinnen und Köchen Südtirols, diesen Weg mitzugehen, ihre Ideen einzubringen und aus der neuen Jugendgruppe ihre Gemeinschaft zu machen.
Denn die Zukunft unseres Berufsstandes beginnt nicht irgendwann. Sie beginnt mit den jungen Menschen, denen wir heute die Möglichkeit geben, sie mitzugestalten.
red / pj

Bezirke
SKV-Bezirk Bozen-Überetsch-Ritten-Gröden

Gemeinsam unterwegs zur Schneiderwiesen

v.l.n.r. hintere Reihe Georg Kröss, Barbara Oberhöller, Erich Amort, Markus Tratter, Norbert Oberhöller und Karl Hilpold, vordere Reihe Sepp Raifer, Verena Tratter, Erika Singer, Inge Kröss, Petra Larcher und Doris Amort mit Enkel Alex FOTO: Erich Amort
Auch heuer durfte unsere traditionelle Sommerwanderung des SKV-Bezirks Bozen-Überetsch nicht fehlen. Am 9. August trafen wir uns bei der Kohlerer Seilbahn. Insgesamt waren wir eine schöne Gruppe von 13 Erwachsenen und zwei Kindern.
Da die Seilbahn leider noch außer Betrieb war, mussten wir dieses Mal mit den Privatautos nach Kohlern fahren. Zwei Teilnehmer nutzten für die Auffahrt den Kleinbus. Oben angekommen, machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Nach rund zwei Stunden gemütlicher Wanderung erreichten wir unser Ziel, die Schneiderwiesen.
Wie schon in den vergangenen Jahren sorgten wir selbst für unsere Verpflegung und stärkten uns aus dem Rucksack. In geselliger Runde wurde gemeinsam gegessen, erzählt und gelacht – und natürlich durfte auch das traditionelle Kartenspiel nicht fehlen.
Anschließend kehrten wir noch im Gasthaus Schneiderwiesen ein. Bei Kaffee und leckerem Kuchen ließen wir es uns gut gehen, während sich meine beiden Enkel Moritz und Alex über ein Eis freuten.
Auf rund 1.400 Metern Meereshöhe und bei angenehmen Temperaturen konnten wir einen wunderbaren und erholsamen Sommertag miteinander verbringen. Es war wieder einmal schön, abseits des beruflichen Alltags gemeinsam unterwegs zu sein, Zeit miteinander zu verbringen und die Gemeinschaft in unserem Bezirk zu pflegen.
Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Unternehmung!
Erich Amort
SKV-Bezirksausschussmitglied
Bozen-Überetsch-Ritten-Gröden