Szene
Speckeggele

Löffel trifft Teller

Wenn zwei Kochwelten zu einem besonderen Genusserlebnis verschmelzen
v.l.n.r. Markus Walder, Patrick Ködel, Valentina Stefanin und Victoria Walder – FOTO: Thomas Stein
Anfang Juli wurde die Fußgängerzone vor dem „Speckeggele“ in Schlanders zur Bühne für ein außergewöhnliches kulinarisches Erlebnis. Gastgeberin Victoria Walder, bekannt aus Kitchen Impossible, und Patrick „Pako“ Ködel, Gewinner der TV-Kochshow „The Taste“ 2025, luden zu „Löffel trifft Teller“ – einer Tavolata, die Genuss, Kreativität und Gastfreundschaft auf besondere Weise miteinander verband.
Das Konzept war ebenso einfach wie raffiniert: Patrick Ködel präsentierte seine kreativen Kompositionen auf den Degustationslöffeln, die man aus der TV-Kochshow „The Taste“ kennt. Victoria Walder interpretierte die jeweiligen Ideen auf dem Teller. So entstand ein spannender kulinarischer Dialog zwischen zwei unterschiedlichen Kochstilen.
Am 3. und 4. Juli erwartete die Gäste ein 10-Gänge-Menü mit regionalen Zutaten, modernen Techniken und internationalen Einflüssen. Live Showcooking, sorgfältig abgestimmte Weinbegleitungen und musikalische Unterhaltung sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre und machten die beiden Sommerabende zu einem besonderen Erlebnis.
„Löffel trifft Teller“ zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig und kreativ die moderne Küche sein kann. Gleichzeitig machte die Veranstaltung deutlich, welchen Wert regionale Produkte, engagierte Produzentinnen und Produzenten und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Persönlichkeiten für die Gastronomie haben.
Mit ihrem innovativen Konzept schufen Victoria Walder und Patrick „Pako“ Ködel weit mehr als ein exklusives Dinner. Sie schufen einen Ort der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Genusses – ein gelungenes Beispiel dafür, wie Kulinarik Menschen verbindet.
Erfahren Sie mehr über Victoria Walder in der nächsten Ausgabe der SKV-Zeitung.
red / pj

Szene
Thara Seelounge

Fangfrisch in die Zukunft

Vom Lehrling zum Gastgeber: Felix Plankensteiners beruflicher Weg, seine Rückkehr nach Südtirol und was die Thara Seelounge zu einem besonderen Ort macht.
Thara Seelounge in Kematen ein Ort zum Entspannen und Durchatmen. – FOTO: exovisualmedia
Felix Plankensteiner
Die Thara Seelounge hat eine neue Hand am Herd: Felix Plankensteiner. Mit 25 Jahren übernimmt Felix Plankensteiner aus Uttenheim die Leitung der beliebten Thara Seelounge. Fangfrisch und voller Tatendrang serviert er seinen Gästen nicht nur feinen Fisch, sondern auch viel Herzblut. Im Interview erzählt er uns von seinem Weg und verrät, was das Konzept am Thara See besonders macht.
SKV: Felix, du bist erst 25 Jahre alt und bist jetzt verantwortlich für die Thara Seelounge. Wie war dein Weg bis hierher?
Felix: Schon in jungen Jahren war mir klar, dass die Küche mein Lebensraum ist. Mit 15 habe ich die Ausbildung begonnen und drei Jahre später erfolgreich abgeschlossen. Danach durfte ich in verschiedenen gehobenen Betrieben arbeiten. Diese Stationen führten mich quer durch Südtirol, wo ich von vielen talentierten Köchen und Köchinnen lernen durfte.
Um über den Tellerrand hinauszuschauen, bin ich anschließend nach München gegangen. Dort sammelte ich fast zwei Jahre lang Sterneerfahrung, bevor es mich Anfang des Jahres wieder nach Hause zog. Seitdem bin ich Chefkoch und Gastgeber in der Thara Seelounge. Ich bin Manuel Hofer sehr dankbar für die Chance, diese Rolle übernehmen zu dürfen. Trotz der großen Verantwortung ist es mir wichtig, bodenständig zu bleiben und mit Freude zu arbeiten. Oder wie man bei uns sagt: Mit den a Freide hobm wos man tut, noa geht olls leichta.
Die Thara Seelounge hat ein besonderes Konzept rund um den Fischersee. Was erwartet die Gäste bei euch?
Unsere Gäste erleben eine einzigartige Kombination aus Natur, Fischerei und Gastronomie. Die Seelounge liegt direkt am Fischersee inmitten einer unvergleichlichen Naturkulisse. Viele Radlerinnen und Radler halten spontan bei uns an, weil unser Lokal direkt am Radweg liegt. Unsere Besucherinnen und Besucher können selbst fischen – die gefangenen Fische können anschließend im Restaurant frisch zubereitet werden. Wir setzen auf eine ehrliche Küche mit hochwertigen Produkten; Authentizität ist mir extrem wichtig. Die Freude an dem, was wir tun, soll jede und jeder spüren.
Diese Authentizität prägt die lockere und herzliche Atmosphäre – die Leute sollen sich wohlfühlen und einfach eine gute Zeit haben. Ba ins isch villeicht net olbm olls perfekt, obo echt.
Wenn es um die Thara See-Lounge geht, hört man immer wieder vom „Fritz“. Wer ist Fritz eigentlich?
Fritz ist unser Maskottchen – eine Figur, die für Lockerheit, Humor und Persönlichkeit steht. In Wahrheit kann jede*r Fritz sein: Manchmal bin ich es selbst, manchmal ist es jemand anderes aus dem Team. Fritz zeigt, dass bei uns echte Menschen arbeiten: ehrliche Gastfreundschaft statt etwas Aufgesetztem. Mittlerweile gehört Fritz einfach zur Thara, und wenn am Ende des Abends niemand mehr so genau weiß, wer Fritz eigentlich war, war es ein guter Abend. Wenn koando me woaß wea do Fritz wor, wors a guito Oubnd.
Felix Plankensteiner steht stellvertretend für eine junge Generation von Köchinnen und Köchen, die Verantwortung übernimmt und dabei ihren eigenen Weg geht. Sein Werdegang zeigt, dass fachliches Können, Bodenständigkeit und Leidenschaft kein Widerspruch sind – Eigenschaften, die die Südtiroler Gastronomie auch in Zukunft prägen werden.
red