Young Chefs
Der erste große Auftritt
In vier Gängen: Vom Lehrling zu Köchin und Koch
Die Lehrabschlussprüfungen haben 22 neue Talente in die Südtiroler Kochszene entlassen.

Auch die Assistenten helfen beim Anrichten– FOTO: Patrick Jageregger
Ein langer Weg endet – und ein neues Kapitel beginnt: Am Berufsbildungszentrum Emma Hellenstainer haben kürzlich 22 Kochlehrlinge ihre Lehrabschlussprüfung erfolgreich bestanden und damit einen der wichtigsten Meilensteine ihrer beruflichen Laufbahn erreicht.
Praxis unter Beobachtung
Der praktische Teil der Prüfung hatte es in sich – und verlangte weit mehr als bloßes Nachkochen. Anhand eines Warenkorbs und gezielter Rahmenvorgaben mussten die Kandidatinnen und Kandidaten ein Vier-Gänge-Menü entwickeln und umsetzen. Der entscheidende Punkt: Nur ein kleiner Teil war fest vorgegeben – der Großteil blieb bewusst offen, um den angehenden Köchinnen und Köchen Raum für eigene Ideen, persönliche Handschrift und kreatives Denken zu lassen.
Die Struktur der verschiedenen Menüs war unterschiedlich und anspruchsvoll. Ein Beispiel einer Menüvorgabe: Als Auftakt stand ein Gericht von der Forelle nach Wahl auf dem Programm – wie es umgesetzt wurde, lag in den Händen der Prüflinge. Es folgte ein Nudelteiggericht nach eigener Wahl, das Können am Teig und Kreativität bei Füllung oder Sauce unter Beweis stellte. Der Hauptgang verlangte ein Gericht vom Kalb, begleitet von mindestens drei Gemüsebeilagen und einer Sättigungsbeilage – eine Aufgabe, die nicht nur Kochtechnik, sondern auch Menüplanung und Produktverständnis forderte. Den Abschluss bildete ein Dessert von der Schokolade nach Wahl mit mindestens drei Komponenten – Spielraum für Kreativität, aber auch eine Prüfung der Präzision.
Zusätzlich galt es, vor der Kommission eine Forelle fachgerecht zu filetieren und ein Stubenküken auszulösen – zwei Aufgaben, die zeigen, ob das handwerkliche Rüstzeug wirklich sitzt.
Auch Englisch war gefragt: Vor der Kommission erklärten die Prüflinge ihr Menü und praktische Küchenabläufe auf Englisch – eine Anforderung, die den internationalen Anspruch der Südtiroler Gastronomie widerspiegelt.
Der SKV gratuliert allen 22 Absolventinnen und Absolventen herzlich zur bestandenen Lehrabschlussprüfung.
pj
Die Struktur der verschiedenen Menüs war unterschiedlich und anspruchsvoll. Ein Beispiel einer Menüvorgabe: Als Auftakt stand ein Gericht von der Forelle nach Wahl auf dem Programm – wie es umgesetzt wurde, lag in den Händen der Prüflinge. Es folgte ein Nudelteiggericht nach eigener Wahl, das Können am Teig und Kreativität bei Füllung oder Sauce unter Beweis stellte. Der Hauptgang verlangte ein Gericht vom Kalb, begleitet von mindestens drei Gemüsebeilagen und einer Sättigungsbeilage – eine Aufgabe, die nicht nur Kochtechnik, sondern auch Menüplanung und Produktverständnis forderte. Den Abschluss bildete ein Dessert von der Schokolade nach Wahl mit mindestens drei Komponenten – Spielraum für Kreativität, aber auch eine Prüfung der Präzision.
Zusätzlich galt es, vor der Kommission eine Forelle fachgerecht zu filetieren und ein Stubenküken auszulösen – zwei Aufgaben, die zeigen, ob das handwerkliche Rüstzeug wirklich sitzt.
Theorie mit Tiefgang
Doch nicht nur am Herd wurde geprüft. Der theoretische Teil forderte die angehenden Köch:innen auf mehreren Ebenen: Eine vollständige Menükarte musste in deutscher und italienischer Sprache ausgearbeitet werden – inklusive korrekter Allergenkennzeichnung, die in der modernen Gastronomie längst zum Standard gehört. Dazu kam ein detaillierter Arbeitsorganisationsplan, der zeigt, ob die Kandidatinnen und Kandidaten nicht nur kochen, sondern auch strukturiert denken können.Auch Englisch war gefragt: Vor der Kommission erklärten die Prüflinge ihr Menü und praktische Küchenabläufe auf Englisch – eine Anforderung, die den internationalen Anspruch der Südtiroler Gastronomie widerspiegelt.
Das Herzstück: das eigene Projekt
Den größten Raum im theoretischen Teil nahm das individuelle Abschlussprojekt ein. Jede Kandidatin, jeder Kandidat musste sich intensiv mit einem kochspezifischen Thema auseinandersetzen und auf dieser Grundlage ein eigenes Gericht oder Produkt neu erfinden. Nicht nachkochen, sondern denken, entwickeln, begründen – genau das, was eine gute Köchin, einen guten Koch langfristig auszeichnet.Der SKV gratuliert allen 22 Absolventinnen und Absolventen herzlich zur bestandenen Lehrabschlussprüfung.
pj


