Editorial
Wenn die Welt zu Gast ist

Südtirols Küche im Rampenlicht

Liebe Köchinnen und Köche,
liebe Freunde der Kochkunst, sehr geehrte Leserschaft,
Antholz stand im Mittelpunkt der Welt. Die Olympischen Spiele haben unsere Heimat in die Wohnzimmer von Millionen Menschen auf allen Kontinenten getragen – mit atemberaubenden Bildern aus dem Pustertal, mit sportlichen Höchstleistungen auf der Loipe und am Schießstand und mit einem Südtirol, das sich von seiner schönsten Seite gezeigt hat.
Doch hinter den Kulissen der großen Bühne geschah etwas ebenso Bedeutsames: Südtirol hat gekocht. Und wie. In Gasthäusern und Stuben, auf Almhütten und in feinen Restaurants, in den Küchen der Hotels und Pensionen – überall dort, wo Gäste aus aller Welt Platz nahmen, wurde ihnen nicht nur ein Teller hingestellt. Es wurde ihnen eine Geschichte erzählt.Die Geschichte unserer Heimat, unserer Produkte, unserer handwerklichen Kunst. Die Südtiroler Kulinarik hat sich auf der weltgrößten Bühne behauptet und hat begeistert.
Dafür gebührt ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön. Danke an alle Köchinnen und Köche, die in dieser besonderen Zeit ihr Bestes gegeben haben – oft unsichtbar, früh morgens und spät abends, mit Leidenschaft und Präzision. Danke an die Gastgeberinnen und Gastgeber in den Gasthäusern, Almen, Restaurants und Hotels, die ihre Türen weit geöffnet und unsere kulinarische Identität nach außen getragen haben.
Danke an alle, die hinter den Kulissen gearbeitet haben: die Produzentinnen und Produzenten, die Lieferanten, die Servicekräfte – das gesamte Netzwerk, das unsere Küche trägt.
Was in Antholz auf den Tisch kam, war mehr als Essen. Es war Botschaft. Es war Visitenkarte. Es war Heimat.
In diesem Sinne – auf zu neuen Herausforderungen, mit denselben Werten, derselben Leidenschaft und demselben Stolz auf das, was wir täglich tun.
In persönlicher Wertschätzung
KM Patrick Jageregger
SKV-Präsident

Aktuell
An einem Tisch

Wenn Mittagessen Schule macht

SKV, Gemeindenverband und Politik vereinen Kräfte für bessere Schulmensen
FOTO: istockphoto.com
Beim kürzlichen Arbeitstreffen zwischen Bildungslandesrat Philipp Achammer, Gemeindenverbands­präsident Dominik Oberstaller und SKV-Präsident Patrick Jageregger sowie weiteren SKV-Vertreter:innen stand ein Thema im Mittelpunkt: die Zukunft der Südtiroler Schulmensen.
Die Botschaft des Treffens war klar: Schulmensen sind weit mehr als ein Ort der täglichen Verpflegung. Sie sind ein prägender Bestandteil des Schulalltags – ein Ort, an dem junge Menschen nicht nur essen, sondern auch Esskultur erleben, Gemeinschaft spüren und grundlegende Ernährungsgewohnheiten entwickeln, die ein Leben lang wirken.
v.l.n.r.: Gemeindenverbandspräsident Dominik Oberstaller, SKV-Ppräsident Patrick Jageregger, LR Philipp Achammer, SKV-Vizepräsidentin Margareth Lanz, und SKV-Vizepräsident Roland Schöpf – FOTO: Bildungsresort
Genau deshalb haben sich die Beteiligten zusammengefunden, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, das die Bedeutung der Schulmensen sichtbar machen und die Qualität gezielt weiterentwickeln soll. Gastronomisches Fachwissen, politischer Wille und kommunale Verantwortung sollen dabei Hand in Hand gehen – mit dem Ziel, Schülerinnen und Schülern täglich eine Mahlzeit zu bieten, die nicht nur satt macht, sondern auch überzeugt.
Die Ausarbeitung des Projekts läuft – weitere Details und konkrete Maßnahmen werden in den kommenden Ausgaben vorgestellt.
red