Richtiges Handeln
Ein Leitfaden für Köchinnen und Köche

Zwischen Klinge und Chaos

Amputationsverletzungen in Küchen sind selten, aber im Ernstfall zählt jede Minute.
FOTO: KI generiertes Bild
UNFALLURSACHEN
Wo es in der Küche schnell gefährlich wird
Professionelle Küchen sind effizient organisiert – doch gerade dort, wo Geschwindigkeit und Präzision zusammentreffen, entsteht auch Risiko:
Scharfe Messer: Ausrutscher beim schnellen Schneiden, rutschige Schneidbretter, herunterfallende Klingen.
Maschinen: Aufschnittmaschinen, Gemüseschneider, Fleischwölfe und Knochensägen. Häufige Ursache: Reinigung oder Blockade ohne vollständiges Abschalten.
Hektik & Müdigkeit: Lange Schichten, Stress, fehlende Konzentration.
SKV-Tipp !
„Sicherheit ist kein Zeitverlust – sondern die Voraussetzung für ein funktionierendes Team.“
PRÄVENTION
Die beste Erste Hilfe ist jene, die gar nicht gebraucht wird
Ein sicherer Arbeitsalltag beginnt lange vor dem Unfall. Besonders wirksam sind:
Sichere Messerarbeit
Messer immer scharf halten
Rutschfeste Unterlagen verwenden
Schneidetechnik vom Körper weg
Messer niemals im Spülbecken liegen lassen
Maschinen unter Kontrolle
Nur geschultes Personal bedienen lassen
Sicherheitsabdeckungen niemals entfernen
Geräte erst reinigen, wenn sie komplett stehen
Regelmäßige Wartung dokumentieren
Team-Organisation
Klare Zurufe („Achtung heiß!“, „Hinter dir!“)
Ordnung auf engem Raum
Ausreichende Beleuchtung
IM ERNSTFALL
Richtig handeln rettet Gewebe und reduziert Folgeschäden
Schwere Schnitt- oder Amputationsverletzungen sind eine Ausnahmesituation – doch mit den richtigen Schritten können Laienhelfer viel bewirken. Die folgenden Maßnahmen entsprechen allgemeinen Erste-Hilfe-Leitlinien internationaler Rettungsorganisationen.
1. Blutung stoppen
Sofort Druck auf die Wunde ausüben
Sterile Kompresse oder sauberes Tuch verwenden
Bei sehr starker Blutung: Druckverband verstärken
Hand oder Arm über Herzhöhe lagern
2. Das abgetrennte Körperteil richtig sichern
Die richtige Kühlung entscheidet oft über den Erfolg einer Replantation.
So geht’s richtig (Bag-in-Bag-Methode):
Abgetrennten Teil nicht waschen oder desinfizieren
In eine saubere/sterile Kompresse wickeln
In einen wasserdichten Beutel geben
Diesen Beutel in einen zweiten Beutel mit Kaltwasser oder Eis legen
Kein direkter Kontakt zwischen Gewebe und Eis
Merksatz:
„Kühl – aber nicht gefroren.“
3. Notruf 112 wählen
Folgende Angaben helfen dem Rettungsdienst:
Art der Verletzung (z. B. Fingeramputation)
Welcher Finger / welcher Teil
Stärke der Blutung
Zustand des Patienten


4. Schock vorbeugen
Verletzte Person beruhigen
Warm halten
Hinsetzen oder hinlegen lassen
Auf Symptome wie Blässe, Zittern oder Schwindel achten
Kühl gelagerte Körperteile können oft deutlich länger erfolgreich replantiert werden als ungekühlte. Zudem lassen sich durch korrekt angelegte Druckverbände Folgeschäden verringern. Amputationsverletzungen sind glücklicherweise selten – aber sie gehören zu den ernsten Risiken eines Küchenbetriebs. Deshalb sollten alle Mitarbeiter wissen, wie sie reagieren müssen. Prävention, klare Abläufe und regelmäßige Erste-Hilfe-Schulungen sind nicht nur Pflicht, sondern essenziell für Sicherheit, Teamstärke und Professionalität.
Der Südtiroler Köcheverband - SKV empfiehlt allen Küchenbrigaden, Sicherheits- und Erste-Hilfe-Trainings regelmäßig zu aktualisieren.
Hier können Sie das A4 Plakat herunterladen


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pj


Bezirke
SKV-Bezirk Eisacktal – SKV ON TOUR Nachbericht

Nachtrodeln in Meranseneine gelungene Veranstaltung

Ende Januar 2026 veranstaltete der SKV-Eisacktal ein Nachtrodeln im Eiskanal der Gemeinde Meransen. Die winterlichen Bedingungen und die gut vorbereitete Bahn boten dafür den passenden Rahmen.
Beste Stimmung bei den Teilnehmenden – FOTO: Alfred Putzer


Die Veranstaltung dauerte von 21.00 bis 23.00 Uhr. Insgesamt nahmen 20 Rodlerinnen und Rodler teil und sorgten mit viel Einsatz und guter Stimmung für einen abwechslungsreichen Abend.
Ein besonderer Dank gilt Hannes Pabst, der mit großem Engagement maßgeblich zur Organisation und zum reibungslosen Ablauf beitrug. Auch Alfred Putzer unterstützte die Veranstaltung und trug damit zum Erfolg des Abends bei.
Im Anschluss an das Rennen fand die Siegerehrung statt. Als Sachpreise wurden kulinarische Freuden wie Speck, Olivenöl, Nudelwaren und weitere regionale Spezialitäten überreicht. Danach lud ein kleiner Umtrunk zum gemütlichen Beisammensein ein und bot Gelegenheit, den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.
KM Martin Leitner
SKV-Bezirksvertreter Eisacktal