Szene
Wie Vielfalt Südtirols Küchen stärkt
Neue Wege, neue Chancen
Internationale Mitarbeiter und Quereinsteiger bereichern die Gastronomie – und zeigen, wie aus Mut, Vertrauen und Leidenschaft echte Erfolgsgeschichten entstehen.

Muhammad Waqas – FOTO: Maria Holzner
Die Gastronomie befindet sich im Wandel. Während viele Betriebe nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchen, zeigt sich zunehmend, dass ausländische Fachkräfte und motivierte Quereinsteiger wertvolle Impulse in Südtirols Küchen bringen können. Sie ersetzen nicht die lokale Fachausbildung, die nach wie vor das Rückgrat der Branche bildet, sondern ergänzen sie. Gerade in Zeiten, in denen Betriebe flexibler planen müssen und neue kulinarische Erwartungen der Gäste entstehen, kann dieser Mix zum Vorteil werden.
Internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen oft neue Perspektiven, bereichern das Team mit unterschiedlichen Erfahrungswelten und tragen zu einer offenen, lernbereiten Küchen- und Unternehmenskultur bei. Viele Betriebe berichten, dass gerade die Mischung aus regionaler Tradition und internationalen Einflüssen zu kreativen Entwicklungen führt. Gleichzeitig fördert die Zusammenarbeit die gegenseitige Wertschätzung – ein Gewinn für Teams, Betriebe und Gäste gleichermaßen. Herausforderungen wie Sprache oder Bürokratie lassen sich durch gezielte Einbindung und Unterstützung gut meistern, wie viele erfolgreiche Beispiele bereits zeigen.
Internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen oft neue Perspektiven, bereichern das Team mit unterschiedlichen Erfahrungswelten und tragen zu einer offenen, lernbereiten Küchen- und Unternehmenskultur bei. Viele Betriebe berichten, dass gerade die Mischung aus regionaler Tradition und internationalen Einflüssen zu kreativen Entwicklungen führt. Gleichzeitig fördert die Zusammenarbeit die gegenseitige Wertschätzung – ein Gewinn für Teams, Betriebe und Gäste gleichermaßen. Herausforderungen wie Sprache oder Bürokratie lassen sich durch gezielte Einbindung und Unterstützung gut meistern, wie viele erfolgreiche Beispiele bereits zeigen.
Im Gespräch mit Muhammad Waqas – Eine persönliche Erfolgsgeschichte
Ein Beispiel dafür, wie vielfältig Wege in die Küche sein können, ist die Geschichte von Muhammad Waqas, 38 Jahre alt, geboren in Hafizabad in Pakistan. Nach der Mittelschule besuchte er die Oberschule und absolvierte anschließend zwei Jahre an einer Universität, um ein Elektriker-Diplom zu erlangen. Doch das Leben führte ihn in eine ganz andere Richtung.
Aus finanziellen Gründen entschied er sich, seine vierköpfige Familie zu unterstützen, und folgte 2010 seinem Cousin Mubi nach Italien. Über eine Vermittlung begann er in einem Hotel im Fassatal – zunächst als Abspüler. 2012 wechselte er ins Parkhotel Holzner, wo sein Cousin bereits arbeitete. Dort begann für ihn ein neuer Abschnitt, der sein Leben nachhaltig verändern sollte.
2015 trat Küchenchef Stephan Zippl ins Holzner ein und bemerkte sofort Muhammads Zuverlässigkeit, Engagement und seine besondere Leidenschaft für die Küche. Ein Jahr später übernahm Zippl die Gesamtleitung, und 2017 bot er Muhammad die Möglichkeit, in die Küche zu wechseln und als Frühstückskoch zu starten. Muhammad nahm die Herausforderung an – und aus dem ehemaligen Quereinsteiger wurde ein wichtiger Teil des Teams. Viele Gäste kennen ihn persönlich, schätzen seine ruhige Art und freuen sich auf seine Gerichte.
Das Kochen begleitet ihn jedoch schon viel länger: In Pakistan half er seiner Mutter in der Küche und lernte dort die vielfältigen Aromen der pakistanisch-indischen Küche kennen – eine Grundlage, die ihm heute noch Orientierung gibt.
Für die Zukunft hat Muhammad große Pläne. Er möchte noch einige Jahre im Holzner arbeiten, doch langfristig träumt er von seinem eigenen Lokal – vielleicht in Bozen, vielleicht in München.
Auch die Südtiroler Küche hat es ihm angetan. Traditionelle Gerichte wie Knödel, Gulasch oder Kaiserschmarren gehören zu seinen Favoriten, sowohl auf dem Teller als auch am Herd. Die regionale Tradition und die Menschen, die sie täglich leben, schätzt er besonders.
Die Geschichte von Muhammad Waqas zeigt, wie sehr Engagement, Offenheit und gegenseitiges Vertrauen Küchen bereichern können. Ausländische Fachkräfte und Quereinsteiger sind kein Ersatz, sondern eine Ergänzung, die Vielfalt, neue Ideen und Zukunftshoffnung in Südtirols Gastronomie bringen kann.
red / pj
Aus finanziellen Gründen entschied er sich, seine vierköpfige Familie zu unterstützen, und folgte 2010 seinem Cousin Mubi nach Italien. Über eine Vermittlung begann er in einem Hotel im Fassatal – zunächst als Abspüler. 2012 wechselte er ins Parkhotel Holzner, wo sein Cousin bereits arbeitete. Dort begann für ihn ein neuer Abschnitt, der sein Leben nachhaltig verändern sollte.
2015 trat Küchenchef Stephan Zippl ins Holzner ein und bemerkte sofort Muhammads Zuverlässigkeit, Engagement und seine besondere Leidenschaft für die Küche. Ein Jahr später übernahm Zippl die Gesamtleitung, und 2017 bot er Muhammad die Möglichkeit, in die Küche zu wechseln und als Frühstückskoch zu starten. Muhammad nahm die Herausforderung an – und aus dem ehemaligen Quereinsteiger wurde ein wichtiger Teil des Teams. Viele Gäste kennen ihn persönlich, schätzen seine ruhige Art und freuen sich auf seine Gerichte.
Das Kochen begleitet ihn jedoch schon viel länger: In Pakistan half er seiner Mutter in der Küche und lernte dort die vielfältigen Aromen der pakistanisch-indischen Küche kennen – eine Grundlage, die ihm heute noch Orientierung gibt.
Für die Zukunft hat Muhammad große Pläne. Er möchte noch einige Jahre im Holzner arbeiten, doch langfristig träumt er von seinem eigenen Lokal – vielleicht in Bozen, vielleicht in München.
Auch die Südtiroler Küche hat es ihm angetan. Traditionelle Gerichte wie Knödel, Gulasch oder Kaiserschmarren gehören zu seinen Favoriten, sowohl auf dem Teller als auch am Herd. Die regionale Tradition und die Menschen, die sie täglich leben, schätzt er besonders.
Die Geschichte von Muhammad Waqas zeigt, wie sehr Engagement, Offenheit und gegenseitiges Vertrauen Küchen bereichern können. Ausländische Fachkräfte und Quereinsteiger sind kein Ersatz, sondern eine Ergänzung, die Vielfalt, neue Ideen und Zukunftshoffnung in Südtirols Gastronomie bringen kann.
red / pj


