SIMON OBERHOFER
Jahrgang
2008
Herkunft
Seis am Schlern
Ausbildung / Arbeitsplatz
Hotel Lamm in Kastelruth / Lamplstube
Im KURZPORTRAIT
Lebensmotto?
,,Besser zu sein als gestern”
Lieblingsort?
Meer, Küche
Lieblingsmenschen?
Familie und Freunde
Lieblingslebensmittel?
Bergkräuter, Erdmandeln, Zeb
Lieblingsgericht?
Kalbsbeuschel mit Buchweizenpressknödel und Oona Bergkaviar
Was ist für mich kochen?
Leidenschaft die zum Beruf wurde
Über mich
Jung, engagiert und voller Tatendrang: Simon Oberhofer gehört zu jener Generation an Nachwuchsköchen, die die Südtiroler Gastronomie in den nächsten Jahren prägen werden. Im Hotel Lamm in Kastelruth absolviert er seine Ausbildung – und bringt dabei eine Mischung aus Bodenständigkeit, Leidenschaft und neugieriger Experimentierfreude mit in die Küche. Wer ihm bei der Arbeit zusieht, merkt schnell: Hier steht jemand am Herd, der nicht einfach nur Rezepte nachkocht, sondern Freude daran hat, jeden Tag ein Stück besser zu werden.

Radieschen | Grüntee | Himbeere – FOTO: kayaminds
In einem Beruf, der körperlich fordernd und mental herausfordernd sein kann, wirkt Simons Motivation fast ansteckend. Von regionalen Produkten bis hin zu modernen Küchentrends – der angehende Koch hat vieles im Blick und spricht im Interview über seine Erfahrungen, seine Zukunftspläne und darüber, warum die Ausbildung in der Küche für ihn mehr Berufung als Beruf ist.
Zeit also, Simon ein paar Fragen zu stellen – über Leidenschaft, Perspektiven und das, was ihn antreibt.
Wie hast du deinen Berufswunsch entdeckt?
Diesen Beruf entdeckte ich bereits in jungen Jahren, da meine Großeltern ein Hotel führten und mein Vater Koch ist. Dadurch durfte ich schon früh mithelfen und zuschauen. Mir war früh bewusst, dass ich Koch werden möchte.
Wann hast du deine Ausbildung begonnen und welches Ziel verfolgst du?
Meine berufliche Laufbahn begann kurz nach meinem 15. Geburtstag im Dezember 2023. Mein Ziel ist es, diesen Beruf zu meistern und eines Tages einen Michelin-Stern zu erkochen.
Gab es in deiner bisherigen Laufbahn ein besonderes Erlebnis, das dir in Erinnerung geblieben ist?
Ein besonderes Erlebnis für mich war es, für den Staatspräsidenten Sergio Mattarella kochen zu dürfen.
Welche Möglichkeiten bietet dir dein Ausbildungsbetrieb?
In meinem Ausbildungsbetrieb habe ich die Möglichkeit, mich in vielen Bereichen auszuprobieren, zum Beispiel im Umgang mit besonderen Lebensmitteln und hochwertigen Produkten für die Gourmetküche. Wir verarbeiten in unserer Küche ganze Tiere, aber auch hochwertige Bio-Produkte vom Aspingerhof.
Welche Verantwortung durftest du bereits übernehmen?
In der vergangenen Sommersaison durfte ich erstmals eine eigene Partie übernehmen, und zwar den Gardemanger-Posten.
Wer sind deine Vorbilder in der Küche?
Meine Vorbilder sind unter anderem Marco Pierre White, Norbert Niederkofler und mein Vater, Marc Oberhofer – sie sind nur einige der vielen Köche, die mich inspirieren.
Welche Philosophie verfolgst du beim Kochen?
Mir ist es besonders wichtig, dass das Produkt im Mittelpunkt steht: Weniger ist mehr. Kochen ist für mich ein Ausdruck der Persönlichkeit.
Was fasziniert dich am Kochberuf?
Es ist für mich das schönste Handwerk, das man erlernen kann, da man ständig dazulernt, kreativ sein darf und auf der ganzen Welt arbeiten kann. Mein Bedürfnis, besser zu werden, motiviert mich jeden Tag aufs Neue. Um gemeinsam mit meinen Arbeitskollegen viel zu erreichen.
Gibt es etwas, worauf du besonders stolz bist?
In diesem Jahr hat unser Gourmetrestaurant vier Hauben erkocht. Darauf bin ich besonders stolz, da ich Teil des Küchenteams war.
Welche Tipps gibst du jungen Menschen, die Koch werden wollen?
Für Leute, die den Job erlernen wollen, ist es wichtig zu wissen, dass der Beruf auch Schattenseiten mitbringt: zum Beispiel arbeiten, wenn andere frei haben. Dafür kann man kreativ sein, auf der ganzen Welt arbeiten und man lernt immer dazu.
red / pj