Aktuell
Let’s Cook It

Junge Talente aus ganz Europa im Wettbewerb

Internationaler Kochwettbewerb für junge Talente am Berufsbildungszentrum Emma Hellenstainer – Preise, Praktika und kulinarische Highlights warten auf die Teilnehmenden
FOTO: BBZ Hellenstainer
Am 9. Mai 2026 heißt es im Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ in Brixen wieder: Ran an den Herd! Zum fünften Mal veranstaltet die Schule den internationalen Kochwettbewerb „Let’s Cook It“ für junge, talentierte Köchinnen und Köche. Schirmherr des Wettbewerbs ist kein Geringerer als Norbert Niederkofler, mehrfach ausgezeichneter Sternekoch und Gault&Millau-Träger mit 19 Punkten.
Bei diesem besonderen Wettbewerb treten maximal 12 Zweierteams gegeneinander an, um den Let’s Cook It Award 2026 zu gewinnen. Ziel der Initiative ist es, einen Treffpunkt für Nachwuchstalente aus ganz Europa zu schaffen, die Freude am kreativen Kochen zu fördern und den Austausch untereinander zu ermöglichen.
Wer kann mitmachen?
Teilnahmeberechtigt sind Köchinnen und Köche unter 21 Jahren, die sich in Zweierteams messen möchten. Jedes Team bereitet ein Drei-Gang-Menü für 6 Personen aus einem vom Veranstalter gestellten Warenkorb zu, der am Wettbewerbstag präsentiert wird. Vier Menüs werden den Gästen serviert, eines der Menüs geht an die Fachjury und ein weiteres wird fotografisch dokumentiert.
Ablauf des Wettbewerbs
Arbeitszeit: 08.30 – 12.30 Uhr
Service: 12.30 – 14.00 Uhr
Siegerehrung: direkt im Anschluss
Preise
Fachjury-Preis: Das Siegerteam erhält den Let’s Cook It Award 2026 und ein zweiwöchiges Praktikum im Drei-Sterne-Restaurant „Atelier Moessmer“ bei Norbert Niederkofler in Bruneck.
Publikumspreis: Das Publikum kürt sein Lieblingsgericht – das Siegerteam erhält einen Gutschein. Alle anderen Teams erhalten eine Urkunde und einen Sachpreis.
Teilnahmebedingungen und Hinweise
Einhaltung der Arbeitssicherheits- und HACCP-Richtlinien
Zwei Garnituren Berufsbekleidung pro Team
Alle Gerichte müssen ausnahmslos vor Ort mit den bereitgestellten Produkten zubereitet werden; mitgebrachte Fonds oder Dekorationen sind nicht erlaubt.
Messer und Kleinwerkzeuge bringen die Teams selbst mit
Begleitpersonen dürfen die Küchen während des Wettbewerbs nicht betreten
Anmeldung
Interessierte Teams können sich bis zum 30. März 2026 über das Anmeldeformular auf der Webseite anmelden: www.hellenstainer.berufsschule.it. Die Auswahl der 12 Teams erfolgt durch eine unabhängige Fachjury, die Teilnahmebestätigung wird bis 10. April verschickt.
Austragungsort
Emma Hellenstainer
Berufsbildungszentrum
Gastronomie und Kulinarik
Fischzuchtweg 9, Brixen, Italien
Kontakt
Ansprechpartnerin
Sabine Kerschbaumer
bbz.hellenstainer@schule.suedtirol.it
T +39 0472 273 800
Info zu Küche/Ausstattung
Tobias Zanotto
tobias.zanotto@eh-bx.info
T +39 393 777 06 32
red

Ernährung & Gesundheit
Lebergesundheit auf dem Teller

So kocht die Profi-Küche für Vitalität und Genuss

Erfahren Sie, welche Lebensmittel und Zubereitungsmethoden die Leber entlasten, Fettablagerungen reduzieren und gleichzeitig Aroma und Kreativität auf höchstem Niveau bewahren
In der Profiküche denken wir oft über Geschmack, Textur und Präsentation nach – über die Gesundheit unserer Gäste eher selten. Dabei spielt kaum ein Organ eine so zentrale Rolle wie die Leber. Sie entgiftet, reguliert Fettstoffwechsel und Hormone, speichert Energie und sorgt dafür, dass der Körper funktioniert. Und sie ist extrem empfindlich gegenüber falscher Ernährung. Gerade heute, wo Fettlebererkrankungen stark zunehmen, gewinnt die Frage an Bedeutung: Wie können wir als Köche die Leber unserer Gäste gezielt unterstützen – ohne dabei Kompromisse beim Geschmack einzugehen?
Die gute Nachricht: Es geht. Es geht mit dem richtigen Wissen über Lebensmittel, deren Nährstoffe und ihre Wirkung, kombiniert mit handwerklich sauberen, schonenden Zubereitungsmethoden. Dämpfen, Schmoren, Kurzbraten oder sanftes Grillen sind Techniken, die Aromen verstärken und Nährstoffe erhalten, während unnötige Belastungen für die Leber vermieden werden. Gedämpfte Karotten oder Brokkoli behalten nicht nur Farbe und Biss, sie liefern auch wertvolle Pflanzenstoffe, die Entgiftungsprozesse der Leber unterstützen. Schmoren in Kräuter- oder Gemüsebrühe entwickelt Geschmackstiefe ohne zusätzliche Fette, und beim Kurzbraten mit minimalem Olivenöl entsteht Aroma, das den Gaumen erfreut, ohne die Leber zu belasten.
Ebenso entscheidend ist die Auswahl der Zutaten. Kaffee und grüner Tee wirken nachweislich antioxidativ und können das Risiko für Leberbelastungen senken. Beeren wie Blaubeeren oder Cranberries und Zitrusfrüchte wie Grapefruit unterstützen den Fettstoffwechsel und wirken entzündungshemmend. Kreuzblütler wie Brokkoli oder Blumenkohl aktivieren körpereigene Entgiftungsenzyme, Nüsse liefern gesunde Fette, Olivenöl wirkt antiinflammatorisch, und fettarmer Fisch bringt wertvolle Omega-3-Fettsäuren auf den Teller. All diese Lebensmittel lassen sich kreativ kombinieren – vom raffinierten Salat über aromatische Gemüsebeilagen bis hin zu leichten Fischgerichten.
Genauso wichtig ist es, belastende Lebensmittel zu reduzieren. Alkohol, stark verarbeitete Produkte, zuckerreiche Getränke, Weißmehlprodukte oder fette Fleischsorten belasten die Leber und sollten in einem leberfreundlichen Menü nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Küche verliert dabei nichts an Raffinesse: Mit frischen Kräutern, Säure, Röstaromen oder Texturen lässt sich eine geschmackliche Tiefe erzielen, die Gäste begeistert und die Leber schont. Auch die Portionierung und die Tellerarchitektur tragen zur Lebergesundheit bei. Hoher Gemüseanteil, ballaststoffreiche Beilagen und die Kombination aus pflanzlichen Fetten und magerem Eiweiß schaffen Balance, sättigen und entlasten gleichzeitig den Stoffwechsel. Trocken gelagerte Kräuter und Bitterstoffe aus frischen Zutaten unterstützen zusätzlich die antioxidative Wirkung der Speisen.
Leberfreundliche Küche ist somit mehr als ein Ernährungstrend – sie ist ein Zeichen von Professionalität, Verantwortungsbewusstsein und Innovationskraft. Profiköche haben die Chance, Gerichte zu kreieren, die Genuss und Gesundheit vereinen. Wer dies beherrscht, macht die Küche zu einem Raum, in dem sich Geschmack, Kreativität und gesundheitliche Kompetenz auf höchstem Niveau verbinden.
pj